Wasserqualität im Flussbad Rostock

Die Qualität der Rostocker Gewässer wird ständig von der Umweltbehörde kontrolliert – so auch bei uns im Flussbad. Mehrfach pro Jahr erfolgt eine gründliche Überprüfung der Qualität des Badewassers. Die jeweils aktuellen Ergebnisse dieser Tests findet Ihr hier.


Messwerte Flussbad Rostock vom 16. August 2018

Parameter Grenzwert | Richtwert
Messwert Hinweise
 Intestionale Enterokokken ISO 7899-1 700 | 100 KBE/100 ml < 10 KBE/100 ml (a)
Escherichia coli ISO 9308-3 2.000 | 100 KBE/100 ml 10 KBE/100ml (a)
Fäkalstreptokokken – | 100 < 10 KBE/100 ml  
pH-Wert 6–9 7,7 (a) (b)
Ammonium   0,07 mg/l  
Nitrit   0,06 mg/l  
Nitrat   4,2 mg/l  
Phosphat   1 mg/l  
Transparenz (Sichttiefe) 1 m | 2 m 1 m (a) (b)

Zu überprüfende Parameter ohne Grenzwerte:

Fäkalstreptokokken (c)

Gelöster Sauerstoff (c)

Teer-Rückstände und schwimmende Körper wie Holz, Kunststoff, Flaschen, Gefäße aus Glas, Kunststoff, Gummi und sonstige Stoffe (c)

Andere Stoffe, die als Zeichen von Verschmutzung gelten, Pestizide (c)

Schwermetalle (As, Cd, Cr VI, Pb, Hg) (c)

Cyanide (c)

Ammoniak (d)

Kjeldahl-Stickstoff (d)

Nitrat und Phosphat (d)

(a) muss von der zuständigen Behörde mindestens in einem Rhythmus von 14 Tagen während der Badesaison überprüft werden.

(b) Überschreitung der Grenzwerte bei außergewöhnlichen geographischen oder meteorologischen Verhältnissen vorgesehen.

(c) Der Gehalt ist von der zuständigen Behörde zu überprüfen, wenn eine Untersuchung in dem Badegebiet das Vorhandensein dieser Stoffe/Mikroorganismen möglich erscheinen oder auf eine Verschlechterung der Wasserqualität schließen lässt.

(d) Diese Stoffe müssen von der zuständigen Behörde überprüft werden, wenn die Tendenz zur Eutrophierung der Gewässer besteht.

Coliforme Bakterien sind, ebenso wie Fäkalstreptokokken, Organismen der normalen Darmflora von Warmblütern (z.B. Menschen, Wasservögeln und Weidevieh) und dienen bei der Überwachung der Badegewässer als Indikatoren für eine fäkale Verunreinigung. Mit einer solchen Verunreinigung können auch gefährliche Krankheitserreger in das Gewässer gelangen und hier eine Infektionsquelle darstellen.

Die Parameter Mineralöl, Tenside und Phenol werden bei der Probenahme am Gewässer selbst begutachtet. Da Beanstandungen sehr selten vorkommen, werden diese Parameter nur bei Auffälligkeiten gesondert genannt, aber ansonsten in den Datenblättern nicht aufgeführt.

Keine gesetzlichen Regelungen, sondern lediglich Empfehlungen, des Umweltbundesamtes bestehen für die Bewertung von Cyanobakterien (Blaualgen), die bei Massenvorkommen sowohl allergieauslösende als auch akut toxische Stoffe in wirksamen Konzentrationen bilden können. Sobald das Algenwachstum einsetzt, wird die Konzentration gemessen.

Weitere Faktoren, die das Baden verleiden und sogar zur Sperrung eines Gewässers führen können, müssen von Fall zu Fall beurteilt werden. So traten im August 1997 im Sommerbad Duvenstedt Cercarien auf. Das sind Larven von Würmern, die sich als Parasiten in Wasservögeln einnisten, aber glücklicherweise recht selten sind.